Berner Heimatschutz, Region Bern Mittelland
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Neuordnung Allmenden: zu viel Planung als Gefahr für wertvolle Freiräume?

Der Fall in Kürze

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Die Berner Allmenden bei maximaler Ausnutzung in den Sommermonaten. Bei der aktuellen, äusserst nutzungsspezifischen Planung stellt sich die Frage: Was müssen und sollen Allmenden leisten? Und was nicht? Bild: Stadt Bern.

Weshalb setzt sich der Heimatschutz für den Erhalt der Berner Allmenden ein?

Eine Allmend ist per Definition eine rural gehaltene, offene Fläche mit keiner bis wenig spezifischer Nutzung. Spätestens seit dem 18. Jahrhundert werden Allmenden in der Region Bern von der Allgemeinheit für den temporären Ackerbau, für gesellschaftliche oder sportliche Grossanlässe oder ganz einfach als Erholungsräume genutzt.

Die Berner Allmenden im Spezifischen sind eine der grössten innerstädtischen Grünflächen der Stadt und nicht zuletzt im Hinblick auf die Biodiversität relevant: Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten und übernehmen wertvolle ökologische Funktionen wie Wasserrückhalt, Luftreinigung und Temperaturregulierung. Formal definiert sich eine Allmend durch ihre unstrukturierte Anlage, oftmals auch durch ihre nicht-kuratierte Nutzung und erfüllt damit ihren Grundzweck als vielfältig nutzbarer Freiraum für alle. Sie soll deshalb nicht fix gegliedert werden, weder gestalterisch/landschaftsarchitektonisch noch nutzungstechnisch. Insbesondere soll sie, auch nicht in Teilen, dauerhaft privatwirtschaftlichen Zwecken geopfert werden.

All dies ist jedoch in allen der drei vorliegenden Variantenstudien vorgesehen. So sollen beispielsweise fix eingezäunte Fussballfelder für den Profibetrieb des BSC YB und sogar ein Parkhaus auf der grossen Allmend erstellt werden. Um diese Bauten herum sollen die Allmenden landschaftsarchitektonisch «aufgewertet» und zu einer «stylischen» Parkanlage mit fixem Wegsystem transformiert werden. Dies alles widerspricht dem Sinn und Zweck einer Allmend als ungestaltete Freifläche diametral.

Aus diesen Gründen fordert der Heimatschutz die Rückkehr auf Feld eins: eine Neuplanung unter gänzlich anderen Vorzeichen. Eine temporäre Nutzung der Flächen, sei es für Grossanlässe wie Zirkusse, Konzerte, Spielfelder bei bedeutenden Sportevents usw., ist durchaus denkbar. Eine auf kommerzielle Nutzung ausgerichtete Planung, eine Durchgestaltung der Anlage im Sinne einer «Landschaftsarchitektur» und den Bau eines Parkhauses lehnt der Heimatschutz jedoch entschieden ab.

Neuigkeiten zum Fall

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Landschaftsgestaltung, durchdachte Begrünung und intelligente vordefinierte Wegsysteme sind in Stadtquartieren durchaus erwünscht. Die Allmenden jedoch sind ein Ort, um frei herumzurennen und Drachen steigen zu lassen. Bild: Stadt Bern.
28. Februar 2026

Mitwirkungseingabe zur Neuordnung der Allmenden eingereicht

Am 28. Februar 2026 hat der Berner Heimatschutz, Region Bern Mittelland, seine Mitwirkungseingabe zur von Stadtgrün Bern geplanten Neuordnung der städtischen Allmenden eingereicht. Lesen Sie in der PDF-Datei, weshalb wir uns gegen die aktuell aufliegenden Vorschläge aussprechen und was wir stattdessen unter einem Freiraum für alle verstehen.
Mitwirkungseingabe (PDF)
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Berner Heimatschutz
Region Bern Mittelland
Postfach
​CH-3000 Bern 1

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